Eine Progressive Web App ist technisch gesehen eine normale Website - erreichbar über eine URL, kein Download nötig. Was sie von einer gewöhnlichen Website unterscheidet, sind drei Technologien im Hintergrund:
Was der Nutzer davon hat: eine App-ähnliche Erfahrung direkt aus dem Browser. Kein Download, kein Update-Zwang, trotzdem Homescreen-Icon, Offline-Modus und Push-Nachrichten.
Die Wahl zwischen PWA und nativer App hängt von Ihren konkreten Anforderungen ab. Diese Tabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede:
| Kriterium | PWA | Native App (iOS + Android) |
|---|---|---|
| App-Store erforderlich | Nein | Ja |
| Entwicklungsaufwand | Eine Codebasis | Zwei Plattformen |
| Offline-Fähigkeit | Ja (konfigurierbar) | Ja |
| Push-Benachrichtigungen | Ja (iOS ab 16.4) | Ja |
| Hardware-Zugriff (Kamera, GPS…) | Eingeschränkt | Vollständig |
| Update-Prozess | Automatisch (URL) | Store-Review nötig |
| Entwicklungskosten | Geringer | 2-3x höher |
Für kleine und mittlere Unternehmen sind PWAs aus einem konkreten Grund interessant: Sie liefern App-Funktionen, ohne den App-Store-Overhead.
holzweg hat PWA-Technologie in zwei produktiven Projekten eingesetzt - mit unterschiedlichen Anforderungen, aber denselben Grundprinzipien:
WKO Lernapp: Für die Wirtschaftskammer Österreich entwickelten wir eine interaktive Lernapp, die Nutzer auf Prüfungen vorbereitet. Die App ist offline nutzbar, läuft auf allen Geräten und war ohne App-Store-Prozess sofort verfügbar. Mehr dazu: Referenz WKO.
PKA Event-App: Für den Österreichischen Apothekerverband (PKA) entstand eine Event-App für Kongressbesucher - mit Programm, Sessionplanung und Push-Benachrichtigungen für Agenda-Änderungen. Auch hier: eine Codebasis, alle Plattformen, kein Store-Review. Mehr dazu: Referenz PKA.
Beide Projekte zeigen, dass PWA-Technologie weit über einfache Showcase-Anwendungen hinausgeht - auch komplexe, datengetriebene Apps lassen sich damit produktionsreif umsetzen.
Nicht jedes Projekt ist ein PWA-Kandidat. Diese Checkliste hilft bei der Einschätzung:
Progressive Web Apps sind keine Kompromisslösung - sie sind die richtige Wahl für viele KMU-Anwendungsfälle. Wenn Sie App-Funktionen brauchen, aber keinen doppelten Entwicklungsaufwand und keinen Store-Prozess wollen, ist eine PWA oft die wirtschaftlichste Entscheidung.
Unsere Erfahrung aus Projekten wie WKO und PKA zeigt: PWAs sind produktionstauglich, skalierbar und für Nutzer kaum von nativen Apps zu unterscheiden.
Wenn Sie wissen möchten, ob eine PWA für Ihr Vorhaben passt, schauen Sie sich unsere Individualsoftware-Leistungen an oder Erstgespräch vereinbaren

Eine PWA ist eine Website, die sich wie eine App verhält: installierbar, offline-fähig, Push-Benachrichtigungen möglich. Technisch basiert sie auf Service Workern und einem Web-App-Manifest. Für den Nutzer fühlt sie sich wie eine echte App an - ohne Download aus einem Store.
Ja - Service Worker im Hintergrund cachen Inhalte und Daten. Welche Inhalte offline verfügbar sind, ist konfigurierbar.
Nein. Eine PWA läuft auf allen Plattformen mit einer einzigen Codebasis. Einschränkung: bestimmte Betriebssystem-Features (z. B. Kamera, Kalender) sind bei PWAs eingeschränkter als bei nativen Apps.
Seit iOS 16.4 (April 2023) funktionieren Push-Benachrichtigungen auch auf Apple-Geräten. Homescreen-Installation ist seit Jahren möglich. Für die meisten KMU-Anwendungsfälle reicht der iOS-Funktionsumfang vollständig aus.
Eine einfache PWA ist in 4-8 Wochen produktionsreif. Komplexere Anwendungen mit Backend-Anbindung (wie unsere PKA-App) dauern 3-6 Monate.
Eine native App für iOS und Android kostet das Zwei- bis Dreifache einer vergleichbaren PWA, weil zwei Plattformen entwickelt und gewartet werden müssen. Im kostenlosen Erstgespräch machen wir eine konkrete Aufwandschätzung.