Die DSGVO-konforme Alternative zu Google Analytics

Wer den Datenverkehr auf der eigenen Website auswerten möchte, landet schnell bei Google Analytics - und damit bei einem Datenschutz-Problem. Mehrere europäische Datenschutzbehörden haben entschieden, dass der Einsatz von Google Analytics in seiner üblichen Form gegen die DSGVO verstößt, weil personenbezogene Daten in die USA übermittelt werden. Die gute Nachricht: Mit Matomo gibt es eine ausgereifte, DSGVO-konforme Webanalyse, mit der Sie die volle Kontrolle über Ihre Daten behalten.

Warum Google Analytics ein DSGVO-Risiko ist

Google Analytics verstößt in der Standardkonfiguration gegen die Datenschutzgrundverordnung. Die österreichische wie die französische Datenschutzbehörde kamen aufgrund einer Musterbeschwerde des Vereins noyb rund um Max Schrems zu dem Schluss, dass die Einbindung von Google Analytics gegen die Grundsätze der Datenübermittlung nach Art. 44 DSGVO verstößt. Dabei werden unter anderem eine eindeutige Nutzer-ID, die IP-Adresse und Browserparameter an Google übermittelt - genug, um ein wiedererkennbares Nutzerprofil zu erstellen.

Für Unternehmen ist das ein echtes Risiko: Bei Verstößen gegen die DSGVO drohen Geldbußen von bis zu 4 % des weltweiten Jahresumsatzes. Wer auf Nummer sicher gehen will, stellt auf eine datenschutzkonforme Lösung um.

Google Analytics und Matomo im Vergleich

Matomo (früher Piwik) ist die bekannteste DSGVO-konforme Alternative zu Google Analytics. Die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick:

KriteriumGoogle Analytics (GA4)Matomo
Datenhoheit / SpeicherortGoogle-Server, auch in den USAEigene Server in der EU (self-hosted) oder EU-Cloud
DSGVO-KonformitätVon EU-Behörden beanstandet (US-Datentransfer)DSGVO-konform konfigurierbar, von der CNIL empfohlen
Cookies & EinwilligungCookie-Banner und Consent erforderlichCookieless möglich - kein Banner nötig
IP-AnonymisierungEingeschränktVollständige IP-Kürzung
DatengenauigkeitSampling ab größeren Datenmengen100 % der Rohdaten, kein Sampling
Wer besitzt die Daten?Google verarbeitet mitSie allein
KostenmodellKostenlos - bezahlt wird mit DatenSelf-hosted kostenlos (Hosting/Setup), Cloud im Abo

Matomo ohne Cookie-Banner: einwilligungsfreies Tracking

Der größte Hebel von Matomo liegt nicht nur in der Datenhoheit, sondern darin, dass Sie auf den lästigen Cookie-Banner verzichten können. Richtig konfiguriert sammelt Matomo Webanalyse-Daten, ohne eine Einwilligung einzuholen - und ohne dass Ihnen durch abgelehnte Banner wertvolle Daten verloren gehen.

  • Cookieless Tracking: Mit deaktivierten Tracking-Cookies erkennt Matomo wiederkehrende Aufrufe über ein anonymes Verfahren mit täglich wechselndem Salt-Wert - es entsteht keine dauerhafte Nutzer-ID.
  • IP-Anonymisierung: Die IP-Adresse wird gekürzt, bevor sie gespeichert wird. So lassen sich keine personenbezogenen Daten mehr zuordnen.
  • Rechtsgrundlage berechtigtes Interesse: Anonymisiert und cookieless lässt sich Matomo auf Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO stützen. Die französische CNIL empfiehlt Matomo ausdrücklich als Tool, das bei entsprechender Konfiguration ohne Einwilligung betrieben werden darf.

Das richtige Signal zählt: Laut einer Studie von PricewaterhouseCoopers würden 71 % der Befragten nicht mehr mit einem Unternehmen zusammenarbeiten, das ihre Daten unerlaubt weitergibt. Nicht ohne Grund setzen auch zahlreiche Regierungsbehörden auf Matomo - darunter das Presse- und Informationsamt der deutschen Bundesregierung, die neuseeländische Regierung und die Europäische Kommission.

100 % Ihrer Daten - in Ihrer Hand

Nach der Umstellung haben Sie volle Kontrolle: Matomo wird auf eigenen Servern gehostet, Sie entscheiden, wo Ihre Daten liegen und was damit passiert. Selbst Matomo hat keinen Zugriff darauf. Statt gesampelter Schätzwerte erhalten Sie 100 % der Rohdaten - von der Absprung- bis zur Ausstiegsrate.

Ein Blick ins Dashboard

Matomo Dashboard - DSGVO-konforme Webanalyse

Matomo Dashboard - DSGVO-konforme Webanalyse

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Mit Matomo entscheiden Sie, wo die Daten Ihrer Kund:innen gespeichert werden - DSGVO-konform und ohne Umweg über Google. Wir richten Matomo für Sie ein, konfigurieren die Anonymisierung datenschutzkonform und liefern den passenden Baustein für Ihre Datenschutzerklärung gleich mit.

Gehen auch Sie mit uns den nächsten Schritt.

Häufige Fragen zu Matomo & DSGVO

Ja - bei korrekter Konfiguration ist Matomo eine DSGVO-konforme Webanalyse. In der Self-hosted-Variante bleiben alle Daten auf Ihren eigenen Servern in der EU, ein Datentransfer in Drittländer wie die USA findet nicht statt. Mit anonymisierten IP-Adressen und deaktivierten Tracking-Cookies lässt sich Matomo auf das berechtigte Interesse nach Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO stützen. Die französische Datenschutzbehörde CNIL führt Matomo als eines der wenigen Tools, das ohne Einwilligung genutzt werden kann.

Nicht zwingend. Betreiben Sie Matomo cookieless (ohne Tracking-Cookies), anonymisieren die IP-Adressen und verzichten auf personenbezogene Auswertungen, ist in der Regel weder ein Cookie-Banner noch eine Einwilligung erforderlich. Das ist ein doppelter Vorteil: Sie erfüllen den Datenschutz und verlieren keine Daten durch abgelehnte Consent-Banner - im Gegensatz zu Google Analytics, das ohne Einwilligung gar nicht laden darf.

Matomo kürzt die IP-Adresse, bevor sie gespeichert wird - empfohlen werden mindestens die letzten zwei Bytes (z. B. wird aus 192.168.xxx.xxx ein anonymer Wert). Für die Wiedererkennung innerhalb einer Sitzung nutzt Matomo ein cookieless Verfahren mit täglich wechselndem Salt-Wert, sodass keine dauerhafte Nutzer-ID entsteht. Besuchs-IDs lassen sich zusätzlich nach 24 Stunden löschen.

Der zentrale Unterschied ist die Datenhoheit: Bei Google Analytics fließen die Daten an Google (auch auf US-Server), bei Matomo bleiben sie zu 100 % bei Ihnen. Matomo arbeitet ohne Sampling (Sie sehen alle Rohdaten), lässt sich cookieless betreiben und ist DSGVO-konform konfigurierbar. Google Analytics punktet dafür mit tiefer Integration in den Google-Marketing-Stack.

Die Self-hosted-Version von Matomo ist als Open-Source-Software kostenlos - es fallen lediglich Kosten für Hosting, Einrichtung und Wartung an. Wer keinen eigenen Server betreiben möchte, nutzt die Matomo Cloud im Abo. Google Analytics ist zwar kostenlos, bezahlt wird hier mit den Nutzerdaten. Wir beraten Sie, welche Variante für Ihr Unternehmen sinnvoller ist.

Ja. Auch bei cookieloser, anonymisierter Nutzung gehört Matomo in die Datenschutzerklärung - inklusive Zweck der Verarbeitung, Rechtsgrundlage (berechtigtes Interesse) und einem Hinweis auf die Widerspruchsmöglichkeit (Opt-out). Wir liefern Ihnen den passenden Textbaustein gleich mit.

Die Ausstiegsrate zeigt, auf welcher Seite Besucher:innen Ihre Website zuletzt verlassen haben - sie hilft, Schwachstellen im Seitenfluss zu erkennen. Matomo weist die Kennzahl pro Seite aus, getrennt von der Absprungrate (Bounce Rate), die sich auf Einstiegsseiten ohne weitere Interaktion bezieht.
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