Auf einen Blick
- Kurz gesagt: WordPress passt für einfache Websites, TYPO3 für alles Komplexere. Das ist eine Empfehlung, kein Naturgesetz, denn WordPress läuft auch auf großen Websites.
- Unsere Regel: Sechs Kriterien sprechen für WordPress, sechs für TYPO3. Wo Sie mehr Haken setzen, liegt Ihr System. Bei Gleichstand zählt, ob Sie Freigaben oder mehrere Auftritte ohne Zusatz-Plugins brauchen.
- Der Grund: Was TYPO3 im Kern mitbringt, setzt WordPress aus Plugins zusammen, und jedes Plugin wird für sich aktualisiert.
- Interessenhinweis: Wir bauen beides, mit Schwerpunkt TYPO3. Aktuell betreuen wir 9 TYPO3-Projekte und 7 WordPress-Websites im laufenden Betrieb, 6 der 7 WordPress-Websites laufen mit Elementor und Elementor Pro.
Was ist der Unterschied zwischen TYPO3 und WordPress?
Der Unterschied zwischen TYPO3 und WordPress in einem Satz: WordPress hat einen schlanken Kern und erweitert sich über Plugins, TYPO3 bringt Mehrsprachigkeit, mehrere Websites, Benutzergruppen und Freigabeprozesse im Kern mit. Beide Kernsysteme sind Open Source und kosten keine Lizenzgebühr.
Beim Marktanteil ist der Abstand groß: Laut W3Techs läuft WordPress auf 40,1 % aller Websites, TYPO3 auf 0,4 %. Trotzdem ist TYPO3 unter den .de-Domains mit 6,7 % der Websites mit bekanntem CMS das zweithäufigste System nach WordPress (54,1 %), unter den .at-Domains mit 6,5 % ebenfalls (WordPress 54,8 %). Welches System Ihr Projekt trägt, sagt die Verbreitung nicht.
Die Tabelle vergleicht 14 Kriterien, eigene Einschätzungen sind gekennzeichnet.
| Kriterium | TYPO3 | WordPress |
|---|---|---|
| Bedienung* | Steilere Lernkurve in der Verwaltungsoberfläche (Backend) | Leichter zu lernen, kürzere Einarbeitung |
| Bearbeitung | Im Backend statt direkt auf der Seite | Block-Editor im Kern |
| Erweiterungen | Wichtige Funktionen als Kern-Erweiterungen; der Formular-Baukasten (Form Framework) gehört zum Kern, ist aber nicht standardmäßig installiert | Über 70.000 kostenlose Plugins |
| Mehrsprachigkeit | Im Kern, je Website einstellbar. Übersetzungen folgen wahlweise dem Original oder werden frei gestaltet (zwei Übersetzungsmodi) | Laut Roadmap als Phase 4 geplant, heute über Plugins wie WPML |
| Mehrere Websites | Mehrere Websites mit eigenen Domains und Sprachen in einer Installation (Site Handling) | Multisite: laut Doku getrennte Websites, womöglich nicht ideal, wenn sie Daten oder Nutzer teilen |
| Rechte | Festlegbar, wer welche Bereiche, Inhaltsarten, einzelne Felder und Sprachen bearbeitet (Access Lists) | Sechs vordefinierte Rollen, eine davon (Super Admin) nur für Multisite |
| Freigabe-Workflow | Änderungen im Entwurf vorbereiten, in der Vorschau prüfen und freigeben (Workspaces, eine eigene Kern-Erweiterung) | Einfacher Prüfschritt im Kern: Die Rolle Mitarbeiter (Contributor) schreibt, darf aber nicht veröffentlichen |
| Updates und Support | Neue LTS-Version (langfristig gepflegt) etwa alle 18 Monate, drei Jahre kostenloser Support je Version. v14: Bugfixes bis Dezember 2027, Sicherheitsupdates bis 30.06.2029 | Drei Hauptversionen 2024, zwei 2025, bisher zwei 2026. Offiziell unterstützt wird nur die neueste. Auto-Updates für Plugins einzeln zuschaltbar |
| Sicherheit | 2025: 23 Meldungen zum Kern, 16 zu Extensions | 2025: 11.334 neue Schwachstellen, 91 % in Plugins (Patchstack). Nicht 1:1 vergleichbar, siehe Plugin-Dschungel |
| SEO | Kern-Erweiterung EXT:seo seit Version 9: Meta-Angaben, XML-Sitemap, Verweis auf die Originalseite (Canonical) und auf Sprachversionen (hreflang) | Über Plugins wie Yoast SEO oder Rank Math |
| Performance | Bei beiden hängt die Ladezeit von der Umsetzung ab. Belegte Vergleichswerte haben wir nicht, deshalb nennen wir keine Zahlen. | |
| E-Commerce | Kein Shop im Kern, dafür braucht es eine Shop-Extension (z. B. Aimeos, Cart) oder ein angebundenes Shopsystem | WooCommerce als verbreitete Shop-Lösung |
| Entwicklermarkt* | Kleiner, Fachleute sind schwerer zu finden | Sehr groß, viele Agenturen und Freelancer |
| Lizenz | Open Source, keine Lizenzgebühr für den Kern. Premium-Plugins und Extensions können eigene Kosten haben, siehe Kosten. | |
* Zeilen Bedienung und Entwicklermarkt: unsere Einschätzung.
Wann reicht WordPress, wann braucht es TYPO3?
Beide Systeme haben ihr Terrain. Haken Sie in jeder Spalte ab, was zutrifft. Wo mehr Haken stehen, liegt Ihr System. Bei Gleichstand zählt, ob Sie Freigaben oder mehrere Auftritte ohne Zusatz-Plugins brauchen: dann TYPO3, sonst WordPress.
| Spricht für WordPress | Spricht für TYPO3 |
|---|---|
| Ein Auftritt, eine Sprache, wenige Redakteure | Mehrere Auftritte mit gemeinsamen Inhalten |
| Schneller Start mit Standardfunktionen und fertigem Theme | Mehrere Sprachen, die zueinander passen müssen |
| Ihr Team stellt Seiten visuell zusammen | Rechte je Bereich, Feld und Sprache |
| Ein einfacher Shop direkt in der Website (WooCommerce) | Inhalte werden vor der Veröffentlichung freigegeben |
| Pflege mit großer Auswahl an Freelancern und Agenturen | Login-Bereiche für Gruppen ohne Plugin |
| Kleines Startbudget | Feste Supportfristen je Version (LTS) |
So haben wir bisher entschieden:
| Konstellation | Unsere Wahl | Beispiel |
|---|---|---|
| Drei Portale (Unternehmen, Karriere, Produkte) mit zwei geschützten Bereichen für Apotheken und Ärzte | TYPO3 | Gebro Pharma |
| Intranet und Workflow-Portal | TYPO3 | NHT |
| Website mit Produktkatalog und Rezepte-Filter | WordPress | Rauchmühle |
So läuft ein Wechsel von WordPress zu TYPO3 ab
Wenn die Antwort TYPO3 heißt und heute WordPress läuft, gehen wir so vor:
- Bestandsaufnahme. Wir erfassen alle Inhalte und Plugins und klären, welche Aufgabe jedes Plugin heute erfüllt und was davon der TYPO3-Kern übernimmt.
- Inhaltsmodell. Wir legen in TYPO3 fest, welche Seitentypen, Inhaltselemente und Rechte es gibt, passend zum Alltag Ihrer Redaktion.
- Inhalte übernehmen. Texte, Bilder und Dokumente wandern ins neue System, je nach Menge per Import oder von Hand.
- Alte Adressen weiterleiten. Jede alte URL bekommt eine dauerhafte Weiterleitung (301) auf die neue Seite, damit Suchmaschinen und Lesezeichen sie weiter finden.
- Redaktionsteam einschulen. Ihr Team lernt das Backend an den eigenen Inhalten kennen, bevor die neue Website live geht.
Wo ist WordPress besser als TYPO3?
WordPress ist besser bei Bedienung, Einstieg und Auswahl. Nach unserer Erfahrung lernen Redakteure den Block-Editor schneller, für die meisten Standardfunktionen gibt es ein fertiges Plugin, und ein einfacher Auftritt ist schneller und meist günstiger aufgesetzt als mit TYPO3.
- Ökosystem. Das Verzeichnis führt über 70.000 kostenlose Plugins. Page-Builder erlauben es Redakteuren, Seiten per Maus aus Bausteinen zusammenzustellen. Einer der verbreitetsten, Elementor, läuft laut W3Techs auf 12,6 % aller Websites, im Plugin-Verzeichnis stehen über 10 Millionen aktive Installationen.
- Shop. Mit WooCommerce gibt es eine verbreitete Shop-Lösung im selben System.
- Updates. Seit Version 5.5 lassen sich Auto-Updates je Plugin und Theme einschalten. Fehlgeschlagene Plugin-Updates nimmt WordPress inzwischen selbst zurück (siehe Plugin-Dschungel).
- Multisite. Die WordPress-Doku beschreibt Multisite ausdrücklich für Firmenseiten, die sich Theme oder Plugins teilen und pro Region eigene Inhalte haben.
Und WordPress läuft auch auf großen Websites. Unsere Empfehlung „WordPress für einfache Seiten, TYPO3 für Komplexeres“ ist eine Einschätzung aus dem Betrieb.
Was sind die Nachteile von TYPO3?
Die größten Nachteile von TYPO3 sind die steilere Lernkurve im Backend, ein kleinerer Entwicklermarkt und ein Upgrade-Projekt auf die aktuelle LTS-Version etwa alle drei Jahre, bei dem Code angepasst werden muss. Außerdem laufen fast drei Viertel aller TYPO3-Websites auf Versionen ohne kostenlose Updates.
Eine Zahl von W3Techs zeigt das Upgrade-Problem: 49,0 % aller TYPO3-Websites laufen auf v10, v11 oder v12 (9,9 %, 16,2 % und 22,9 %), also auf Versionen ohne kostenlose Community-Updates, weitere 23,9 % auf v9 und älter. Bei v12 endete der kostenlose Support am 30. April 2026. Wir lesen das so: Das Major-Upgrade alle drei Jahre bleibt in der Praxis oft liegen. Das ist ein Wartungsproblem der Betreiber, kein Fehler des Systems. Wer TYPO3 betreibt, muss das Upgrade einplanen.
- Breaking Changes. So heißen Änderungen, nach denen bestehender Code angepasst werden muss. Jede Hauptversion listet sie im Changelog auf, und jede Erweiterung muss nachziehen, bevor das Upgrade live gehen kann.
- Upgrade-Werkzeuge mit Grenzen. Der Extension Scanner (ein Prüfmodul für veralteten Code) und Rector (ein Community-Werkzeug, das Code automatisch umschreibt) helfen. Laut Doku sind beim Scanner Fehlalarme und übersehene Stellen nicht zu vermeiden.
- Kleinerer Entwicklermarkt. Qualifizierte TYPO3-Entwickler sind schwerer zu finden als WordPress-Entwickler. Eine Zahl dazu haben wir nicht.
- Barrierefreiheit im Backend. Laut einem Sprint-Bericht vom 25. März 2026 fand ein Test von zehn Backend-Abläufen nach WCAG 2.2 (Richtlinien für barrierefreie Webinhalte) 21 Barrieren, sieben davon bis Dezember 2025 behoben. Das Accessibility-Team schreibt, eine barrierefreie öffentliche Website (Frontend) sei bereits möglich, die Oberfläche des Backends noch nicht.
Auch TYPO3 verlangt vor jedem Major-Upgrade ein Backup und rät bei größeren Änderungen, zuerst eine Kopie der Website zu aktualisieren (Upgrade-Anleitung).
Warum wird der Plugin-Dschungel in WordPress zum Risiko?
Weil jedes Plugin eigene Entwickler, einen eigenen Update-Rhythmus und eigene Abhängigkeiten hat. Je mehr Plugins eine Website trägt, desto mehr Updates müssen zueinander passen. Laut Patchstack liegen 91 % der gemeldeten WordPress-Schwachstellen in Plugins, und selbst Elementor schreibt, dass Updates die Website beschädigen können.
In der Elementor-Hilfe „Schritte vor dem Update“ steht: „Updating, or making other major changes to your site infrastructure, can sometimes break your site.“ (Updates können die Website mitunter beschädigen.) Empfohlen werden Backup, Prüfung der Addon-Kompatibilität und ein Staging-System, also eine Testkopie der Website. Elementor und Elementor Pro müssen gemeinsam aktualisiert werden, sonst kann die Website brechen.
Das Tempo ist hoch: Zwischen dem 22. September und dem 5. Oktober 2026 erschienen fünf Elementor-Versionen (4.3.0 bis 4.3.4), eine davon mit dem Eintrag „Fix: Elementor update can fail during version upgrade“ (Changelog).
Drei Fälle aus unserem Betrieb
Die Fälle stammen von Websites, die wir betreuen. Sie zeigen Zusammenspiel im Ökosystem, kein Wartungsversagen.
Fall 1: Update und Cache zusammen. Ein Update des Page-Builders (von 4.0 auf 4.1), das Update des zugehörigen Themes und ein Cache-Leeren fielen auf denselben Tag. Danach war die Website für Besucher ungestylt, Logo und Navigation fehlten: Die vom Page-Builder erzeugten CSS-Dateien (Gestaltungsregeln) fehlten, der Cache verwies weiter auf sie. Behoben war es mit fester Reihenfolge: erst die Builder-CSS neu erzeugen (bei Elementor „Clear Files & Data“), dann den Cache leeren, dann die Seite aufrufen.
Fall 2: Der Cache konserviert den Fehler. Bei einer anderen Website fehlten die CSS-Dateien des Page-Builders für drei Seiten. Weil der Cache alte Kopien auslieferte, entstanden sie nicht neu, das Layout fehlte rund zwei Tage. Die Ursache des Löschens ist nicht belegt.
Fall 3: Ein Plugin-Fehler trifft eine unbeteiligte Seite. Ein Fehler in einem Veranstaltungs-Plugin brachte die CSS-Erzeugung des Page-Builders zum Absturz. Dadurch verlor auch eine Seite ihr Layout, die mit Veranstaltungen nichts zu tun hatte: eine Fehlerkette über zwei Plugins, ganz ohne Update.
Sicherheit: beide Seiten, mit Vorbehalt
Der Patchstack-Bericht 2026 zählt für 2025:
- 11.334 neue Schwachstellen im WordPress-Ökosystem, 42 % mehr als 2024,
- 91 % davon in Plugins, 9 % in Themes, im Kern 6 mit niedriger Priorität,
- bei 46 % noch kein Fix des Entwicklers zum Zeitpunkt der Veröffentlichung,
- bei stark ausgenutzten Lücken im gewichteten Median 5 Stunden bis zur ersten Ausnutzung.
Dem stehen bei TYPO3 für 2025 23 Core-Advisories und 16 Extension-Advisories gegenüber (Sicherheitsmeldungen). Die Zahlen lassen sich nicht gegeneinander verrechnen: Patchstack zählt einzelne Schwachstellen im gesamten Ökosystem mit zigtausenden Plugins, TYPO3 veröffentlicht Advisories für den Kern und gemeldete Extensions, von denen einzelne mehrere Lücken bündeln. Belegt ist nur: Bei WordPress entsteht das Risiko fast vollständig in Erweiterungen, bei TYPO3 gab es 2025 auch im Kern Meldungen.
Was dagegen spricht
Drei Fälle sind keine Statistik, und es gibt Gegenargumente. Seit Version 6.3 stellt WordPress bei einem fehlgeschlagenen manuellen Plugin-Update die alte Version automatisch wieder her (Rollback), seit 6.6 auch bei automatischen Updates. Elementor hat zudem einen eigenen Rollback. Ein Update, das technisch gelingt und trotzdem das Layout zerstört, ist aber kein fehlgeschlagenes Update, das zeigt Fall 1. Auch TYPO3 kennt Updates mit Folgen: Breaking Changes pro Hauptversion, Extensions, die nachziehen müssen. Den Unterschied sehen wir im Takt: bei TYPO3 planbar etwa alle drei Jahre, bei WordPress laufend und bei vielen Herstellern gleichzeitig.
Was kostet TYPO3 vs. WordPress über fünf Jahre?
Die Lizenz kostet bei beiden nichts. Unterschiede entstehen bei Erweiterungen und Updates: WordPress kostet laufend, weil Premium-Plugins Jahreslizenzen haben und einzeln gepflegt werden. TYPO3 kostet in Etappen, weil etwa alle drei Jahre ein Major-Upgrade ansteht.
Die Lizenzrechnung für WordPress beginnt bei 267,75 € plus 108 US-Dollar pro Jahr, das sind über fünf Jahre 1.338,75 € plus 540 US-Dollar. So kommt das zusammen, mit einem typischen Plugin-Set für eine mehrsprachige Firmenwebsite (Herstellerpreise pro Jahr und Website, teils zuzüglich Steuern, Stand 8. Oktober 2026):
| Plugin | Zweck | Pro Jahr |
|---|---|---|
| WPML | Mehrsprachigkeit | 99 € |
| ACF Pro | eigene Inhaltsfelder | 49 USD |
| Yoast SEO Premium | Suchmaschinenoptimierung | 118,80 € |
| Gravity Forms | Formulare | 59 USD |
| WP Rocket | Ladezeit (Caching) | 49,95 € |
| Summe | pro Jahr / über fünf Jahre | 267,75 € + 108 USD / 1.338,75 € + 540 USD |
Das Set ist ein Beispiel, keine Kundenzahl. Ohne Verlängerung läuft etwa WPML weiter, bekommt aber keine Updates mehr. Bei TYPO3 bekommt jede LTS-Version laut TYPO3 drei Jahre kostenlosen Support. Bei einem Takt von etwa drei Jahren sind das in fünf Jahren ein bis zwei Upgrades. Wir empfehlen, das rechtzeitig einzuplanen, statt eine alte Version mit bezahltem Verlängerungssupport weiterzubetreiben.
| Kostentreiber | WordPress | TYPO3 |
|---|---|---|
| Lizenz des Kerns | 0 € | 0 € |
| Erweiterungen | Premium-Plugins als Jahreslizenz, siehe Beispiel oben | Vieles im Kern, Spezialfälle über Extensions (Preise nicht erhoben) |
| Laufende Updates | Plugins und Themes einzeln und laufend, der Kern mehrmals im Jahr | Fehler- und Sicherheitskorrekturen innerhalb der LTS-Version |
| Große Umstellungen | Hauptversionen von WordPress, Plugins und Page-Buildern. Beispiel: Die Umstellung auf das neue Layout-Modell (Sections in Container) lässt sich bei Elementor nicht rückgängig machen | Upgrade auf die aktuelle LTS-Version etwa alle drei Jahre, Code muss angepasst werden. Hilfen: Upgrade-Assistenten (Upgrade Wizards), Prüfmodul (Extension Scanner), Rector |
| Nicht enthalten | Erstellung, Hosting, Wartungsstunden und Umsatzsteuer, bei beiden Systemen | |
Was das an Arbeit bedeutet, zeigen unsere eigenen Projekte aus 2023 bis 2026 (gerundet):
- Upgrade einer KMU-Website auf die aktuelle TYPO3-LTS-Version (meist zwei Hauptversionen auf einmal, etwa alle drei Jahre): 2 bis 4 Personentage.
- Update-Runde bei WordPress (Kern, Plugins, PHP): 2 bis 8 Stunden je Runde. Wie oft eine Runde ansteht, hängt an der Zahl der Plugins und ihrem Update-Takt.
- Laufende Betreuung mit Updates, Backups und Fehlerbehebung: bei beiden Systemen ähnlich. Den Aufwand bestimmt der vereinbarte Leistungsumfang, nicht das CMS.
Das Hosting muss außerdem die passende Version von PHP liefern, der Programmiersprache beider Systeme. TYPO3 v13 und v14 verlangen PHP 8.2 bis 8.5. WordPress empfiehlt PHP 8.3 oder höher.
Wie sich ein Upgrade rechnet, steht in TYPO3 ablösen oder bleiben?, was v14 bringt, in TYPO3 v14 LTS.
Magnolia CMS vs. TYPO3: Was taugt TYPO3 als Enterprise-CMS?
Magnolia vs. TYPO3 ist vor allem eine Frage des Modells: Magnolia ist ein Abo ab 3.000 € im Monat (DX Core, selbst gehostet) bzw. ab 5.000 € (DX Cloud) und wird über Java-Module erweitert. TYPO3 hat keine Lizenzgebühr, bringt Mehrsprachigkeit, mehrere Websites und feine Rechte im Kern mit und läuft auf PHP.
| Kriterium | TYPO3 | Magnolia |
|---|---|---|
| Lizenz | Open Source, keine Lizenzgebühr | Abo beim Hersteller |
| Technik | PHP | Erweiterung über eigene Java-Module, einfache Anpassungen auch ohne Java |
| Versionen | LTS-Version etwa alle 18 Monate, drei Jahre kostenloser Support je Version | Abo laut Hersteller nicht an ein Release gebunden |
Die Preisseite des Herstellers nennt:
| Variante | Betrieb | Pro Monat | Pro Jahr | Über fünf Jahre |
|---|---|---|---|---|
| DX Core | Selbst gehostet („You own the infrastructure“) | ab 3.000 € | ab 36.000 € | ab 180.000 € |
| DX Cloud | Von Magnolia betrieben, bis 99,9 % Uptime | ab 5.000 € | ab 60.000 € | ab 300.000 € |
Das ist die reine Abo-Gebühr bei durchgehendem Abo, ohne Umsetzung. Funktionsumfang und Qualität von Magnolia bewerten wir hier nicht, nur Preis- und Betriebsmodell.
Wann passt Magnolia? Das Modell spricht Organisationen an, die bereits Software auf Java-Basis betreiben (Java-Stack) oder den Betrieb an den Hersteller abgeben wollen. Und TYPO3? Es bringt im Kern mit, was große Projekte häufig verlangen: mehrere Websites mit eigenen Domains und Sprachen, Rechte bis auf Feldebene, Freigaben über Workspaces. So betreiben wir für Gebro Pharma drei Portale mit zwei geschützten Bereichen auf TYPO3, für NHT Intranet und Workflow-Portal. Das Gegenstück sind Upgrade-Aufwand und Entwicklermarkt (siehe Nachteile von TYPO3).
Unsere Empfehlung
Nehmen Sie WordPress für einfache Websites mit einem Auftritt, einer Sprache und wenigen Redakteuren, TYPO3 für alles, was darüber hinausgeht: Portale, Sprachen, Schnittstellen, Rechte und Freigaben. Magnolia passt, wenn Sie Abo und Java-Stack bewusst wollen.
Sie sind unsicher, wo Ihr Projekt steht? Schreiben Sie uns, wie viele Auftritte, Sprachen und Schnittstellen Sie planen und wer die Inhalte pflegt. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob WordPress reicht. Mehr zu unseren TYPO3-Leistungen.
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Häufig gestellte Fragen
Bei der Lizenz keines von beiden, beide Kernsysteme kosten 0 €. WordPress kostet laufend, über Jahreslizenzen für Premium-Plugins und deren Pflege. TYPO3 kostet in Etappen, über ein Major-Upgrade etwa alle drei Jahre. Erstellung, Hosting und Wartung kommen bei beiden dazu.
Ja. TYPO3 v14 ist seit dem 21. April 2026 die aktuelle LTS-Version und bekommt Sicherheitsupdates bis 30. Juni 2029. Veraltet sind viele Installationen: Laut W3Techs laufen rund 73 % aller TYPO3-Websites auf Versionen ohne kostenlose Updates der Community, allein 49 % auf v10 bis v12.
Ja, WordPress wird aktiv weiterentwickelt und steht am 8. Oktober 2026 bei Version 7.1.3. Offiziell unterstützt wird nur die jeweils neueste Version. Für eine einfache Website mit einer Sprache ist WordPress eine gute Wahl.
Mit Zahlen lässt sich das nicht sauber vergleichen, weil Patchstack und TYPO3 unterschiedlich zählen. Belegt ist: Bei WordPress entsteht das Risiko fast vollständig in Plugins und Themes. Entscheidend ist bei beiden Systemen zeitnahes Aktualisieren.
Nach unserer Erfahrung ist die Lernkurve für Redakteure steiler als bei WordPress, und bearbeitet wird in der Verwaltungsoberfläche (Backend) statt direkt auf der Seite. TYPO3 v14 bringt laut Hersteller ein modernisiertes Backend und eine geführte Übersetzung. Eine Einführung für das Redaktionsteam gehört bei TYPO3 zum Projekt.
Wenn Ihre Website über einen einfachen Auftritt hinausgewachsen ist, ja: weitere Portale, weitere Sprachen, Anbindungen an ERP oder CRM oder ein Redaktionsteam mit Freigaben. Dann ersetzt der TYPO3-Kern einen Teil der Plugins. Ein Relaunch ist auch der Moment, barrierefrei zu planen.
Ja, das Gesetz ist systemunabhängig. Das BaFG gilt in Österreich seit 28. Juni 2025 für Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr für Verbraucher, also etwa für Websites, über die Verbraucher Verträge abschließen. Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens 2 Mio. € Umsatz oder Bilanzsumme sind ausgenommen. Barrierefrei macht nicht das CMS, sondern die Umsetzung.
Mehr zum Barrierefreiheitsgesetz in unserem Beitrag Barrierefreiheitsgesetz (BaFG).
Quellen
Alle Angaben mit Stand 8. Oktober 2026.
- W3Techs WordPress, Marktanteil
- W3Techs TYPO3, Marktanteil und Versionsverteilung
- W3Techs CMS unter .de-Domains
- W3Techs CMS unter .at-Domains
- W3Techs Elementor
- WordPress.org: Elementor
- WordPress.org: Plugin-Verzeichnis
- WordPress Doku Rollen und Berechtigungen
- TYPO3 Doku Site Handling
- TYPO3 Doku Übersetzungsmodi
- TYPO3 Doku Zugriffsrechte
- TYPO3 Doku Workspaces
- TYPO3 Doku Form Framework, Installation
- TYPO3 Doku EXT:seo, Funktionen
- TYPO3 Extension Aimeos
- TYPO3 Extension Cart
- WordPress Doku Multisite-Netzwerk vorbereiten
- WordPress Doku Multisite
- WordPress: Roadmap
- WordPress: Release-Archiv
- WordPress Doku Auto-Updates für Plugins und Themes
- WordPress: Sicherheitsrichtlinie
- WordPress: aktuelle Version
- WordPress: Systemanforderungen
- TYPO3: LTS-Takt und Support
- TYPO3: Versionen und Support-Enden
- TYPO3: Support-Daten v12
- TYPO3 Doku Vorbereitung eines Major-Upgrades
- TYPO3 Doku Extension Scanner
- TYPO3 Doku Upgrade-Werkzeuge
- TYPO3 Doku Breaking Changes in v14
- TYPO3 News: Accessibility-Sprint im Backend
- TYPO3 Accessibility Team: Stand Frontend und Backend
- TYPO3 Security Advisories (Übersicht)
- Patchstack: State of WordPress Security in 2026
- WordPress Core: Rollback bei fehlgeschlagenen Updates
- WordPress: Version 6.6
- Elementor Schritte vor dem Update
- Elementor Core und Pro gemeinsam aktualisieren
- Elementor Sections in Container umwandeln
- Elementor Clear Files & Data
- Elementor Rollback auf frühere Version
- Preis WPML
- Preis ACF Pro
- Preis Yoast SEO Premium
- Preis Gravity Forms
- Preis WP Rocket
- Magnolia: Preise DX Core und DX Cloud
- BaFG im Rechtsinformationssystem des Bundes







































