Auf einen Blick

  • Kurz gesagt: WordPress passt für einfache Websites, TYPO3 für alles Komplexere. Das ist eine Empfehlung, kein Naturgesetz, denn WordPress läuft auch auf großen Websites.
  • Unsere Regel: Je System drei ausschlaggebende Kriterien, etwa ein Auftritt mit einer Sprache für WordPress oder mehrere Sprachen für TYPO3. Wo mehr davon zutrifft, liegt Ihr System.
  • Der Grund: Was TYPO3 im Kern mitbringt, setzt WordPress aus Plugins zusammen, und jedes Plugin wird für sich aktualisiert.
  • Interessenhinweis: Wir bauen und betreuen beides, mit Schwerpunkt TYPO3.

Zur Entscheidungshilfe: sechs Kriterien je System

Was ist der Unterschied zwischen TYPO3 und WordPress?

Der Unterschied zwischen TYPO3 und WordPress in einem Satz: WordPress hat einen schlanken Kern und erweitert sich über Plugins, TYPO3 bringt Mehrsprachigkeit, mehrere Websites, Benutzergruppen und Freigabeprozesse im Kern mit. Beide Kernsysteme sind Open Source und kosten keine Lizenzgebühr.

Beim Marktanteil ist der Abstand groß: Laut W3Techs läuft WordPress auf 40,1 % aller Websites, TYPO3 auf 0,4 %. Trotzdem ist TYPO3 unter den .de-Domains mit 6,7 % der Websites mit bekanntem CMS das zweithäufigste System nach WordPress (54,1 %), unter den .at-Domains mit 6,5 % ebenfalls (WordPress 54,8 %). Welches System Ihr Projekt trägt, sagt die Verbreitung nicht.

Die Tabelle vergleicht acht zentrale Kriterien, eigene Einschätzungen sind gekennzeichnet.

KriteriumTYPO3WordPress
Bedienung*Steilere Lernkurve, bearbeitet wird in der Verwaltungsoberfläche (Backend)Leichter zu lernen, Block-Editor direkt im Kern
ErweiterungenWichtige Funktionen wie Formulare und SEO als Kern-ErweiterungenÜber 70.000 kostenlose Plugins
MehrsprachigkeitIm Kern, je Website einstellbar. Übersetzungen folgen wahlweise dem Original oder werden frei gestaltet (zwei Übersetzungsmodi)Laut Roadmap als Phase 4 geplant, heute über Plugins wie WPML
Mehrere WebsitesMehrere Websites mit eigenen Domains und Sprachen in einer Installation (Site Handling)Multisite: laut Doku getrennte Websites, womöglich nicht ideal, wenn sie Daten oder Nutzer teilen
Rechte und FreigabenFestlegbar, wer welche Bereiche, Inhaltsarten, einzelne Felder und Sprachen bearbeitet (Access Lists), Freigaben über WorkspacesSechs vordefinierte Rollen. Die Rolle Mitarbeiter (Contributor) schreibt, darf aber nicht veröffentlichen; mehrstufige Freigaben nur per Plugin
Updates und SupportNeue LTS-Version (langfristig gepflegt) etwa alle 18 Monate, drei Jahre kostenloser Support je Version. v14: Bugfixes bis Dezember 2027, Sicherheitsupdates bis 30.06.2029Drei Hauptversionen 2024, zwei 2025, bisher zwei 2026. Offiziell unterstützt wird nur die neueste, ältere bekommen Sicherheitskorrekturen bisher als Entgegenkommen, ohne Zusage
Sicherheit2025: 23 Meldungen zum Kern, 16 zu Extensions2025: 11.334 neue Schwachstellen, 91 % in Plugins (Patchstack). Nicht 1:1 vergleichbar, siehe Plugin-Dschungel
Entwicklermarkt*Kleiner, Fachleute sind schwerer zu findenSehr groß, viele Agenturen und Freelancer

* Zeilen Bedienung und Entwicklermarkt: unsere Einschätzung.

Wann reicht WordPress, wann braucht es TYPO3?

Beide Systeme haben ihr Terrain, aber nicht jedes Kriterium wiegt gleich. Zählen Sie zuerst die ausschlaggebenden Kriterien: Wo mehr zutrifft, liegt Ihr System. Die übrigen geben bei Gleichstand den Ausschlag.

Spricht für WordPressSpricht für TYPO3
Ausschlaggebend
Ein Auftritt, eine Sprache, wenige RedakteureMehrere Auftritte mit gemeinsamen Inhalten
Ihr Team stellt Seiten visuell zusammenMehrere Sprachen, die zueinander passen müssen
Ein einfacher Shop direkt in der Website (WooCommerce)Inhalte werden vor der Veröffentlichung freigegeben
Spricht zusätzlich dafür
Schneller Start mit Standardfunktionen und fertigem ThemeRechte je Bereich, Feld und Sprache
Pflege mit großer Auswahl an Freelancern und AgenturenLogin-Bereiche für Gruppen ohne Plugin
Kleines StartbudgetFeste Supportfristen je Version (LTS)

So haben wir bisher entschieden:

KonstellationUnsere WahlBeispiel
Drei Portale (Unternehmen, Karriere, Produkte) mit zwei geschützten Bereichen für Apotheken und ÄrzteTYPO3Gebro Pharma
Intranet und Workflow-PortalTYPO3NHT
Website mit Produktkatalog und Rezepte-FilterWordPressRauchmühle

So läuft ein Wechsel von WordPress zu TYPO3 ab

Wenn die Antwort TYPO3 heißt und heute WordPress läuft, gehen wir so vor:

  1. Bestandsaufnahme. Wir erfassen alle Inhalte und Plugins und klären, welche Aufgabe jedes Plugin heute erfüllt und was davon der TYPO3-Kern übernimmt.
  2. Inhaltsmodell. Wir legen in TYPO3 fest, welche Seitentypen, Inhaltselemente und Rechte es gibt, passend zum Alltag Ihrer Redaktion.
  3. Inhalte übernehmen. Texte, Bilder und Dokumente wandern ins neue System, je nach Menge per Import oder von Hand.
  4. Alte Adressen weiterleiten. Jede alte URL bekommt eine dauerhafte Weiterleitung (301) auf die neue Seite, damit Suchmaschinen und Lesezeichen sie weiter finden.
  5. Redaktionsteam einschulen. Ihr Team lernt das Backend an den eigenen Inhalten kennen, bevor die neue Website live geht.

Aufwand und Dauer hängen vor allem von der Zahl der Seiten und Sprachen ab, von den Plugins, deren Aufgabe TYPO3 übernehmen muss, und von Schnittstellen. Eine belastbare Zahl nennen wir nach der Bestandsaufnahme. Schreiben Sie uns, dann schätzen wir Ihr Projekt.

Wo ist WordPress besser als TYPO3?

WordPress ist besser bei Bedienung, Einstieg und Auswahl. Nach unserer Erfahrung lernen Redakteure den Block-Editor schneller, für die meisten Standardfunktionen gibt es ein fertiges Plugin, und ein einfacher Auftritt ist schneller und meist günstiger aufgesetzt als mit TYPO3.

  • Ökosystem. Das Verzeichnis führt über 70.000 kostenlose Plugins. Page-Builder erlauben es Redakteuren, Seiten per Maus aus Bausteinen zusammenzustellen. Einer der verbreitetsten, Elementor, läuft laut W3Techs auf 12,6 % aller Websites, im Plugin-Verzeichnis stehen über 10 Millionen aktive Installationen.
  • Shop. Mit WooCommerce gibt es eine verbreitete Shop-Lösung im selben System.
  • Updates. Seit Version 5.5 lassen sich Auto-Updates je Plugin und Theme einschalten. Fehlgeschlagene Plugin-Updates nimmt WordPress inzwischen selbst zurück (siehe Plugin-Dschungel).
  • Multisite. Die WordPress-Doku beschreibt Multisite ausdrücklich für Firmenseiten, die sich Theme oder Plugins teilen und pro Region eigene Inhalte haben.

Und WordPress läuft auch auf großen Websites. Unsere Empfehlung „WordPress für einfache Seiten, TYPO3 für Komplexeres“ ist eine Einschätzung aus dem Betrieb.

Was sind die Nachteile von TYPO3?

Die größten Nachteile von TYPO3 sind die steilere Lernkurve im Backend, ein kleinerer Entwicklermarkt und ein Upgrade-Projekt auf die aktuelle LTS-Version etwa alle drei Jahre, bei dem Code angepasst werden muss. Außerdem laufen fast drei Viertel aller TYPO3-Websites auf Versionen ohne kostenlose Updates.

Eine Zahl von W3Techs zeigt das Upgrade-Problem: 49,0 % aller TYPO3-Websites laufen auf v10, v11 oder v12 (9,9 %, 16,2 % und 22,9 %), also auf Versionen ohne kostenlose Community-Updates, weitere 23,9 % auf v9 und älter. Bei v12 endete der kostenlose Support am 30. April 2026. Wir lesen das so: Das Major-Upgrade alle drei Jahre bleibt in der Praxis oft liegen. Das ist ein Wartungsproblem der Betreiber, kein Fehler des Systems. Wer TYPO3 betreibt, muss das Upgrade einplanen. Deshalb planen wir das LTS-Upgrade mit unseren Kunden fest ein und bieten es rechtzeitig an.

  • Breaking Changes. So heißen Änderungen, nach denen bestehender Code angepasst werden muss. Jede Hauptversion listet sie im Changelog auf, und jede Erweiterung muss nachziehen, bevor das Upgrade live gehen kann.
  • Upgrade-Werkzeuge mit Grenzen. Der Extension Scanner (ein Prüfmodul für veralteten Code) und Rector (ein Community-Werkzeug, das Code automatisch umschreibt) helfen. Laut Doku sind beim Scanner Fehlalarme und übersehene Stellen nicht zu vermeiden.
  • Kleinerer Entwicklermarkt. Qualifizierte TYPO3-Entwickler sind schwerer zu finden als WordPress-Entwickler. Eine Zahl dazu haben wir nicht.
  • Barrierefreiheit im Backend. Laut einem Sprint-Bericht vom 25. März 2026 fand ein Test von zehn Backend-Abläufen nach WCAG 2.2 (Richtlinien für barrierefreie Webinhalte) 21 Barrieren, sieben davon bis Dezember 2025 behoben. Das Accessibility-Team schreibt, eine barrierefreie öffentliche Website (Frontend) sei bereits möglich, die Oberfläche des Backends noch nicht.

Zwei Fälle aus unserem Betrieb

Fall A: Extensions bremsen das Upgrade. Für ein Intranet planen wir das Upgrade auf v13 statt auf v14, weil drei eingesetzte Extensions noch keine Version für v14 haben. Der Sprung auf die neueste LTS wartet, bis die Anbieter nachziehen oder Ersatz da ist.

Fall B: Eine Extension muss ersetzt werden. Bei einer Website steigen wir mit dem Sprung von v13 auf v14 bei der Extension für mehrspaltige Layouts auf ein anderes Produkt um. Dafür müssen alle betroffenen Inhaltselemente in der Datenbank migriert werden, geschätzt rund 16 Stunden.

Auch TYPO3 verlangt vor jedem Major-Upgrade ein Backup und rät bei größeren Änderungen, zuerst eine Kopie der Website zu aktualisieren (Upgrade-Anleitung).

Warum wird der Plugin-Dschungel in WordPress zum Risiko?

Weil jedes Plugin eigene Entwickler, einen eigenen Update-Rhythmus und eigene Abhängigkeiten hat. Je mehr Plugins eine Website trägt, desto mehr Updates müssen zueinander passen. Laut Patchstack liegen 91 % der gemeldeten WordPress-Schwachstellen in Plugins, und selbst Hersteller großer Page-Builder schreiben, dass Updates die Website beschädigen können.

Der verbreitete Page-Builder Elementor schreibt in seiner Hilfe „Schritte vor dem Update“: „Updating, or making other major changes to your site infrastructure, can sometimes break your site.“ (Updates können die Website mitunter beschädigen.) Empfohlen werden Backup, Prüfung der Addon-Kompatibilität und ein Staging-System, also eine Testkopie der Website.

Drei Fälle aus unserem Betrieb

Die Fälle stammen von Websites, die wir betreuen. Sie zeigen Zusammenspiel im Ökosystem, kein Wartungsversagen.

Fall 1: Update und Cache zusammen. Ein Update des Page-Builders (von 4.0 auf 4.1), das Update des zugehörigen Themes und ein Cache-Leeren fielen auf denselben Tag. Danach war die Website für Besucher ungestylt, Logo und Navigation fehlten: Die vom Page-Builder erzeugten CSS-Dateien (Gestaltungsregeln) fehlten, der Cache verwies weiter auf sie. Behoben war es mit fester Reihenfolge: erst die Builder-CSS neu erzeugen, dann den Cache leeren, dann die Seite aufrufen.

Fall 2: Der Cache konserviert den Fehler. Bei einer anderen Website fehlten die CSS-Dateien des Page-Builders für drei Seiten. Weil der Cache alte Kopien auslieferte, entstanden sie nicht neu, das Layout fehlte rund zwei Tage. Die Ursache des Löschens ist nicht belegt.

Fall 3: Ein Plugin-Fehler trifft eine unbeteiligte Seite. Ein Fehler in einem Veranstaltungs-Plugin brachte die CSS-Erzeugung des Page-Builders zum Absturz. Dadurch verlor auch eine Seite ihr Layout, die mit Veranstaltungen nichts zu tun hatte: eine Fehlerkette über zwei Plugins, ganz ohne Update.

Warum nicht einfach den Page-Builder entfernen? Weil alle damit gebauten Seiten an ihm hängen: Ohne ihn fehlt das Layout, die Seiten müssten neu gebaut werden. Auch der Umstieg auf einen anderen Page-Builder oder den Block-Editor des Kerns ist ein Umbau aller Seiten. Das Risiko liegt nicht an einem Produkt, sondern daran, wie viele Erweiterungen voneinander abhängen.

Sicherheit: beide Seiten, mit Vorbehalt

Der Patchstack-Bericht 2026 zählt für 2025:

  • 11.334 neue Schwachstellen im WordPress-Ökosystem, 42 % mehr als 2024,
  • 91 % davon in Plugins, 9 % in Themes, im Kern 6 mit niedriger Priorität,
  • bei 46 % noch kein Fix des Entwicklers zum Zeitpunkt der Veröffentlichung,
  • bei stark ausgenutzten Lücken im gewichteten Median 5 Stunden bis zur ersten Ausnutzung.

Dem stehen bei TYPO3 für 2025 23 Core-Advisories und 16 Extension-Advisories gegenüber (Sicherheitsmeldungen). Die Zahlen lassen sich nicht gegeneinander verrechnen: Patchstack zählt einzelne Schwachstellen im gesamten Ökosystem mit zigtausenden Plugins, TYPO3 veröffentlicht Advisories für den Kern und gemeldete Extensions, von denen einzelne mehrere Lücken bündeln. Belegt ist nur: Bei WordPress entsteht das Risiko fast vollständig in Erweiterungen, bei TYPO3 gab es 2025 auch im Kern Meldungen.

Was dagegen spricht

Drei Fälle sind keine Statistik, und es gibt Gegenargumente. Seit Version 6.3 stellt WordPress bei einem fehlgeschlagenen manuellen Plugin-Update die alte Version automatisch wieder her (Rollback), seit 6.6 auch bei automatischen Updates. Page-Builder haben zudem oft einen eigenen Rollback. Ein Update, das technisch gelingt und trotzdem das Layout zerstört, ist aber kein fehlgeschlagenes Update, das zeigt Fall 1. Auch TYPO3 kennt Updates mit Folgen: Breaking Changes pro Hauptversion, Extensions, die nachziehen müssen. Den Unterschied sehen wir im Takt: bei TYPO3 planbar etwa alle drei Jahre, bei WordPress laufend und bei vielen Herstellern gleichzeitig.

Was kostet TYPO3 vs. WordPress über fünf Jahre?

Die Lizenz kostet bei beiden nichts. Unterschiede entstehen bei Erweiterungen und Updates: WordPress kostet laufend, weil Premium-Plugins Jahreslizenzen haben und einzeln gepflegt werden. TYPO3 kostet in Etappen, weil etwa alle drei Jahre ein Major-Upgrade ansteht.

Ein typisches Plugin-Set für eine mehrsprachige Firmenwebsite kostet bei WordPress rund 364 € pro Jahr, über fünf Jahre rund 1.820 €. Bei TYPO3 decken Kern und kostenlose Extensions dieselben Aufgaben ab (Herstellerpreise pro Jahr und Website, teils zuzüglich Steuern, Stand 8. Oktober 2026, US-Dollar-Preise umgerechnet zum EZB-Kurs vom 15. Oktober 2026):

ZweckWordPress-Plugin, pro JahrTYPO3, Lizenz
MehrsprachigkeitWPML: 99 €Im Kern: 0 €
Eigene InhaltsfelderACF Pro: rund 44 €Im Kern, Felder werden bei der Umsetzung programmiert: 0 €
SuchmaschinenoptimierungYoast SEO Premium: 118,80 €Kern-Erweiterung EXT:seo: 0 €
FormulareGravity Forms: rund 53 €Kern-Erweiterung Form Framework: 0 €
Ladezeit (Caching)WP Rocket: 49,95 €Seiten-Cache im Kern: 0 €
Summe pro Jahr / über fünf Jahrerund 364 € / rund 1.820 €0 € Lizenz, Aufwand siehe nächste Tabelle

Das Set ist ein Beispiel, keine Kundenzahl, und der Funktionsumfang ist nicht in jedem Punkt gleich: Yoast Premium oder WP Rocket können mehr als die Bordmittel von TYPO3, und Spezial-Extensions kosten auch bei TYPO3 Geld. Was TYPO3 an Lizenz spart, steckt teils in Umsetzung und Upgrades. Ohne Verlängerung läuft etwa WPML weiter, bekommt aber keine Updates mehr. Bei TYPO3 bekommt jede LTS-Version laut TYPO3 drei Jahre kostenlosen Support. Bei einem Takt von etwa drei Jahren sind das in fünf Jahren ein bis zwei Upgrades. Wir empfehlen, das rechtzeitig einzuplanen, statt eine alte Version mit bezahltem Verlängerungssupport weiterzubetreiben.

KostentreiberWordPressTYPO3
Lizenz des Kerns0 €0 €
ErweiterungenPremium-Plugins als Jahreslizenz, siehe Beispiel obenVieles im Kern, Spezial-Extensions teils kostenpflichtig
Laufende UpdatesPlugins und Themes einzeln und laufend, der Kern mit zwei Hauptversionen und mehreren Wartungsversionen im Jahr. Nach unseren Projekten 2 bis 8 Stunden je Update-RundeFehler- und Sicherheitskorrekturen innerhalb der LTS-Version
Große UmstellungenHauptversionen von WordPress, Plugins und Page-Buildern. Beispiel: Die Umstellung eines Page-Builders auf ein neues Layout-Modell (Sections in Container) lässt sich nicht rückgängig machenUpgrade auf die aktuelle LTS-Version etwa alle drei Jahre, Code muss angepasst werden. Nach unseren Projekten 16 bis 32 Stunden je Upgrade einer KMU-Website
Nicht enthaltenErstellung, Hosting, Wartungsstunden und Umsatzsteuer, bei beiden Systemen

Die Stundenwerte stammen aus unseren Projekten 2023 bis 2026 (gerundet). Eine Gesamtsumme über fünf Jahre rechnen wir bewusst nicht: Wie oft eine WordPress-Update-Runde ansteht, hängt an Zahl und Takt der Plugins. Laufende Betreuung mit Backups und Fehlerbehebung ist bei beiden Systemen ähnlich, den Aufwand bestimmt der vereinbarte Leistungsumfang.

Das Hosting muss außerdem die passende Version von PHP liefern, der Programmiersprache beider Systeme. TYPO3 v13 und v14 verlangen PHP 8.2 bis 8.5. WordPress empfiehlt PHP 8.3 oder höher.

Wie sich ein Upgrade rechnet, steht in TYPO3 ablösen oder bleiben?, was v14 bringt, in TYPO3 v14 LTS.

Unsere Empfehlung

Nehmen Sie WordPress für einfache Websites mit einem Auftritt, einer Sprache und wenigen Redakteuren, TYPO3 für alles, was darüber hinausgeht: Portale, Sprachen, Schnittstellen, Rechte und Freigaben.

Sie sind unsicher, wo Ihr Projekt steht? Schreiben Sie uns, wie viele Auftritte, Sprachen und Schnittstellen Sie planen und wer die Inhalte pflegt. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob WordPress reicht. Mehr zu unseren TYPO3-Leistungen.

Georg Bader

Georg Bader, MSc, Geschäftsführer der holzweg GmbH seit 2015, Informatiker. Betreut mit seinem Team TYPO3- und WordPress-Websites im laufenden Betrieb.

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Häufig gestellte Fragen

Bei der Lizenz keines von beiden, beide Kernsysteme kosten 0 €. WordPress kostet laufend, über Jahreslizenzen für Premium-Plugins und deren Pflege. TYPO3 kostet in Etappen, über ein Major-Upgrade etwa alle drei Jahre. Erstellung, Hosting und Wartung kommen bei beiden dazu.

Ja. TYPO3 v14 ist seit dem 21. April 2026 die aktuelle LTS-Version und bekommt Sicherheitsupdates bis 30. Juni 2029. Veraltet sind viele Installationen: Laut W3Techs laufen rund 73 % aller TYPO3-Websites auf Versionen ohne kostenlose Updates der Community, allein 49 % auf v10 bis v12.

Ja, WordPress wird aktiv weiterentwickelt und steht am 8. Oktober 2026 bei Version 7.1.3. Offiziell unterstützt wird nur die jeweils neueste Version, Sicherheitskorrekturen für ältere Versionen gibt es bisher als Entgegenkommen, ohne Zusage. Für eine einfache Website mit einer Sprache ist WordPress eine gute Wahl.

Mit Zahlen lässt sich das nicht sauber vergleichen, weil Patchstack und TYPO3 unterschiedlich zählen. Belegt ist: Bei WordPress entsteht das Risiko fast vollständig in Plugins und Themes. Entscheidend ist bei beiden Systemen zeitnahes Aktualisieren.

Nach unserer Erfahrung ist die Lernkurve für Redakteure steiler als bei WordPress, und bearbeitet wird in der Verwaltungsoberfläche (Backend) statt direkt auf der Seite. TYPO3 v14 bringt laut Hersteller ein modernisiertes Backend und eine geführte Übersetzung. Eine Einführung für das Redaktionsteam gehört bei TYPO3 zum Projekt.

Wenn Ihre Website über einen einfachen Auftritt hinausgewachsen ist, ja: weitere Portale, weitere Sprachen, Anbindungen an ERP oder CRM oder ein Redaktionsteam mit Freigaben. Dann ersetzt der TYPO3-Kern einen Teil der Plugins. Ein Relaunch ist auch der Moment, barrierefrei zu planen.

Ja, das Gesetz ist systemunabhängig. Das BaFG gilt in Österreich seit 28. Juni 2025 für Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr für Verbraucher, also etwa für Websites, über die Verbraucher Verträge abschließen. Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens 2 Mio. € Umsatz oder Bilanzsumme sind ausgenommen. Barrierefrei macht nicht das CMS, sondern die Umsetzung.

Magnolia ist ein kommerzielles CMS aus dem Enterprise-Bereich. Laut Preisseite des Herstellers kostet das Abo ab 3.000 € im Monat (DX Core, selbst gehostet) bzw. ab 5.000 € (DX Cloud, vom Hersteller betrieben), ohne Umsetzung. Erweitert wird es über Java-Module. TYPO3 hat keine Lizenzgebühr, läuft auf PHP und bringt mehrere Websites, Sprachen, feine Rechte und Freigaben im Kern mit. Magnolia passt, wenn Sie bereits Software auf Java-Basis betreiben oder den Betrieb an den Hersteller abgeben wollen.

Neben WordPress gibt es weitere Open-Source-CMS wie Contao, Drupal, Joomla und Neos, dazu kommerzielle Systeme wie Magnolia. Diese Systeme bewerten wir hier nicht.

Mehr zum Barrierefreiheitsgesetz in unserem Beitrag Barrierefreiheitsgesetz (BaFG).

Quellen

Alle Angaben mit Stand 16. Oktober 2026, Herstellerpreise vom 8. Oktober 2026.

  1. W3Techs WordPress, Marktanteil
  2. W3Techs TYPO3, Marktanteil und Versionsverteilung
  3. W3Techs CMS unter .de-Domains
  4. W3Techs CMS unter .at-Domains
  5. W3Techs Elementor
  6. WordPress.org: Elementor
  7. WordPress.org: Plugin-Verzeichnis
  8. WordPress Doku Rollen und Berechtigungen
  9. TYPO3 Doku Site Handling
  10. TYPO3 Doku Übersetzungsmodi
  11. TYPO3 Doku Zugriffsrechte
  12. TYPO3 Doku Workspaces
  13. TYPO3 Doku Form Framework, Installation
  14. TYPO3 Doku EXT:seo, Funktionen
  15. WordPress Doku Multisite-Netzwerk vorbereiten
  16. WordPress Doku Multisite
  17. WordPress: Roadmap
  18. WordPress: Release-Archiv
  19. WordPress Doku Auto-Updates für Plugins und Themes
  20. WordPress: Sicherheitsrichtlinie
  21. WordPress: aktuelle Version
  22. WordPress: Systemanforderungen
  23. TYPO3: LTS-Takt und Support
  24. TYPO3: Versionen und Support-Enden
  25. TYPO3: Support-Daten v12
  26. TYPO3 Doku Vorbereitung eines Major-Upgrades
  27. TYPO3 Doku Extension Scanner
  28. TYPO3 Doku Upgrade-Werkzeuge
  29. TYPO3 Doku Breaking Changes in v14
  30. TYPO3 News: Accessibility-Sprint im Backend
  31. TYPO3 Accessibility Team: Stand Frontend und Backend
  32. TYPO3 Security Advisories (Übersicht)
  33. Patchstack: State of WordPress Security in 2026
  34. WordPress Core: Rollback bei fehlgeschlagenen Updates
  35. WordPress: Version 6.6
  36. Elementor Schritte vor dem Update
  37. Elementor Sections in Container umwandeln
  38. Elementor Rollback auf frühere Version
  39. Preis WPML
  40. Preis ACF Pro
  41. Preis Yoast SEO Premium
  42. Preis Gravity Forms
  43. Preis WP Rocket
  44. Magnolia: Preise DX Core und DX Cloud
  45. EZB-Referenzkurs US-Dollar
  46. BaFG im Rechtsinformationssystem des Bundes

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